Adolf-Hitler-Preis

ein Vorschlag
Klaus Madersbacher, antikrieg.com

Die führenden Köpfe des Naziregimes wurden in Nürnberg verurteilt und hingerichtet, weil sie das „Verbrechen gegen den Frieden“ begangen haben.

Das Verbrechen gegen den Frieden ist die Entfesselung eines Angriffskrieges. Das Verbrechen gegen den Frieden ist das schwerste Verbrechen, da es alle Verbrechen umfasst, die in Zusammenhang mit diesem Krieg stehen. Das Verbrechen gegen den Frieden kann durch nichts gerechtfertigt werden.

Heute, 75 Jahre nach der Entfesselung des Angriffskriegs gegen Polen durch die Naziführer, ist das Verbrechen gegen den Frieden anscheinend zum Kavaliersdelikt mutiert.

Krieg ist der terroristische Zustand, in dem alles auf den Kopf gestellt wird, was für das friedliche Zusammenleben der Menschen von Bedeutung ist. Durch die Einteilung wir, die Guten, und die Bösen, sprich der Feind, wird ein Zustand geschaffen, in dem Verbrechen wie Mord, Raub, Brandstiftung, Sachbeschädigung etc. erforderlich sind, um das eigene Überleben sicherzustellen. Schießen, um nicht erschossen zu werden, ist die Devise für alle Beteiligten. Erst durch einen Waffenstillstand oder Friedensvertrag kann dieser Zustand aufgehoben werden.

Wir Bewohner der Länder des „Westens“ können uns kaum oder nur sehr schwer vorstellen, was das überhaupt heißt. Ein offenbar immanenter Rassismus in unseren Hirnen lässt uns wohl annehmen, dass die diversen Arten von Untermenschen eh schon gewohnt sind, unter diktatorischen Umständen zu leben und der Unterschied zum Krieg kein großer ist. Zumal uns ständig und von allen Seiten verkündet wird, dass der Krieg nur den guten Zweck verfolgt, den jeweiligen diktatorischen Zuständen ein Ende zu bereiten und den Menschen die Freiheit zu bringen, was immer das auch sein mag.

Unentbehrlicher Bestandteil des Kriegs ist die Lüge, die Hand in Hand geht mit der Unterdrückung jeglichen Widerstands gegen den Krieg. In erster Linie muss der Feind bestimmt werden, der bekämpft werden muss. Der Rest ist dann Arbeit für Werbeagenturen, die über das entsprechende Know How im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ verfügen. Darüber wird natürlich kaum etwas bekannt. Wichtig ist jedenfalls, dass wir – die Guten – gut bleiben und die Bösen als bekämpfenswert oder gar vernichtenswert gesehen werden. Wer für die Bösen ist, ist gegen uns Gute. Nur die Bösen sind gegen uns Gute.

Neu ist vielleicht die Inszenierung über einen riesigen Medienapparat, aber den kennt man ja auch schon recht gut und nimmt schon lange nicht mehr alles für bare Münze, was da verkündet wird. Immerhin werden viele sich hüten, öffentlich dagegen aufzutreten. Das Problem mit der „kognitiven Dissonanz“ ist natürlich ständig präsent, verlagert sich aber offenbar immer häufiger in den Gesundheitsbereich, vornehmlich in den der psychischen Probleme, deren rapides Ansteigen unübersehbar ist.

Nun, dass es den Menschen in den Ländern des Westens nicht besonders gut dabei geht, wenn sie mitbekommen, wie ihre Führer andere Länder terrorisieren, sei ihnen wohl vergönnt. Die Damen und Herren Führer nehmen auf sie natürlich auch keine Rücksicht, aber das verklickern sie den Gut- und Leichtgläubigen als Maßnahmen, um Schlimmeres zu vermeiden, etwa Terror, unter dem sie sonst zu leiden hätten. Wer´s glaubt, wird krank …

Der Plan, die ganze Welt unter Kontrolle zu bringen und nach Belieben schalten und walten zu können, ist nicht neu. Wie weiland nach dem Reichstagsbrand 1933 lagen auch nach der kontrollierten Sprengung des World Trade Centers und den weiteren lausigen Inszenierungen eines vermeintlichen terroristischen Angriffs durch sogenannte Moslems am 11. September 2001 schon alle Gesetze und Bestimmungen absegnungsfertig in den Schubladen und konnten demokratisch einwandfrei vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika beschlossen werden – wie auch die Nazis angeblich auf demokratisch einwandfreie Weise an die Macht gekommen sind. Wenn man die richtigen Juristen bei der Hand hat, dann lässt sich offenbar alles hindrehen, Verfassung hin oder her.

Was soll ein Adolf Hitler-Preis daran ändern?

Wenn ein Krieg einmal begonnen hat – HALT!

Ein Krieg beginnt nicht, ein Krieg wird gemacht. Ein Krieg muss vorbereitet werden. Ein Krieg muss beschlossen werden. Das Militär muss den Befehl bekommen.

Der Führer befiehlt, das Militär folgt seinen Befehlen.

Solche Führer gibt es heute auch. Eigentlich gab es sie immer, seit der zivilisatorische Standard hoch genug war, um Kriege zu führen. Aber hier geht es um die heutigen Führer, die heute das ihnen unterstellte Militär schicken, um Mord und Zerstörung zu betreiben, damit sie und ihre Hintermänner ihre politischen Ziele erreichen.

Solchen Führern kann man natürlich Friedenspreise verleihen, was von scheinbar honorigen Leuten betrieben wird, deren die Menschheit sich nur schämen kann.

Da ist es doch besser, das Kind gleich beim Namen zu nennen. Nachdem Adolf Hitler das Musterbeispiel eines Führers ist – nicht umsonst ist er weltweit als „der Führer“ bekannt – sollte der Preis seinen Namen tragen.

Den Adolf Hitler-Preis können nur Führer bekommen, die das Verbrechen gegen den Frieden begangen haben, also Länder, die ihrem Land nichts getan haben, angegriffen und mit Krieg überzogen haben.

Viele werden dafür nicht in Frage kommen, aber was soll´s. Wenn man ihnen Friedenspreise umhängen kann, ohne sich zum allgemeinen Gespött zu machen, dann wird die Verleihung des Adolf Hitler-Preises zumindest das Element der Wahrheit ins Spiel bringen, das sie mehr fürchten als alles andere.

Soweit eine Idee, der ich wünsche, dass sie weite Kreise zieht. Wem dazu mehr einfällt und wer mitmachen will, kann sich ja mit mir in Verbindung setzen. Hitlerpreis-Komitee gibt´s noch keines, aber alles auf einmal geht auch nicht.

URL zu obigem Artikel: http://antikrieg.com/aktuell/2014_09_06_deradolf.htm

Gefunden durch einen Kommentar zu: http://www.rationalgalerie.de/home/us-osterbotschaft.html

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