Hajo Funke| Was man nach Paris unterlassen sollte. Zu den Ausfällen des Scharfmachers Söder

Prof. Dr. Hajo Funke

Den Terror von Paris und die Flüchtlings-Herausforderung zu vermengen, ist kurzschlüssig und Öl ins Feuer. Die französische Regierung hat erklärt, dass man den Kern der Attentäter kenne, sie in einer Liste der französischen Sicherheitsbehörden auftauchen und sie zu einem Netzwerk französischer und belgischer Terroristen gehören. Diese hoch ideologisierten und organisierten Terroristen haben ihre Netze und Wege. Dass man sie unzureichend auf dem Schirm hatte und die Attentate nicht verhindern konnte, sollte umso dringlicher geklärt werden.

Es gehört zur tragischen Situation der aus Syrien Flüchtenden, dass sie auch in Europa mit den Terroristen aus der Region konfrontiert werden.

Die These aber, eine „unkontrollierte und illegale Zuwanderung“ sei ein relevanter Faktor für die Anschläge von Paris ist unbelegt, ja absurd und in einer Krisensituation wie dieser absolut verantwortungslos. Diese Instrumentalisierung ist umso verantwortungsloser, als Rechtspopulisten auch ohne die Anschläge Ressentiments gegen Asylflüchtlinge mobilisieren und in ihren Schatten Neonazis rechtsterroristische Taten, teils koordiniert…

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